Obst- & Gemüseportraits

Was für’n Datschi?!

Die Zwetschge gehört zu der Familie der Rosengewächse und ist, genauso wie zum Beispiel die Mirabelle oder Reneklode, eine Unterart der Pflaume. Die Bäume, an denen sie wachsen, können bis zu sechs, ja manchmal sogar bis zu zehn Meter hoch werden. Ab und zu begegnet uns das harte, rotbräunliche Zwetschgenholz in wunderschönen Tischlerarbeiten. Doch ist es vor allem die süß-säuerliche Steinfrucht, die uns ins Schwärmen geraten lässt!

Frischer Zwetschgenkuchen vom Blech

Zwetschgen schmecken natürlich am besten, wenn wir sie frisch vom Baum pflücken. Aber auch in der Küche lässt sich allerhand mit ihnen anstellen! Oh, wie das duftet, wenn die Großmutter den frischen Zwetschgendatschi aus dem Ofen holt! Datschi? So nennt man den Blechkuchen vor allem in Süddeutschland. Noch rasch ein bisschen Zimt und Zucker darüber streuen, einen Klacks Schlagsahne – und am besten noch warm verspeisen! Gerade für Kuchen sind Zwetschgen besonders gut geeignet: Das Fruchtfleisch löst sich sehr leicht vom Stein und ist sehr fest – so behält es auch beim Backen seine Form. Aber auch für Mus und Marmeladen sind die saftigen Früchte hervorragend geeignet.

Zwetschgen richtig einkaufen

Zwetschgen sollten beim Kauf schön prall sein, aber nicht überreif. Wenn sie noch etwas grünlich schimmern, wurden sie wohl zu früh geerntet. Tipp: Achten Sie auf den Duftfilm, die natürliche Wachsschicht auf der Zwetschge. Der Duftfilm schützt vor Feuchtigkeitsverlust.

Aus heimischem Anbau gibt es die süßen Früchte ungefähr von Mitte Juli bis Mitte Oktober. Wie schade, dass die Saison nur so kurz ist, am liebsten würden wir uns das ganze Jahr über den Bauch mit köstlichem Zwetschgendatschi voll schlagen. Andersherum: Vielleicht ist es auch besser so – zumindest für die Waage.

TEMMAS TIPP
Es muss nicht immer süß sein: Schon mal saftige Hähnchenbrust mit Rosmarin und Pflaumen probiert? Hier entlang geht’s zum Rezept.