Obst- & Gemüseportraits

Fenchel bei die Fische

Seit Juni gibt es ihn wieder frisch aus heimischem Anbau in unseren Märkten: Fenchel. Leicht scharf und doch zart süßlich – der intensive Geschmack, der an Anis erinnert, findet zwar nicht bei jedem Gaumen Anklang. Viele haben ihre ersten Fenchelerfahrungen mit Bauchschmerzen gemacht, sie sollten als Kinder den aus Samen gekochten Tee gegen ihre Beschwerden trinken. Trotzdem wäre es schade, Fenchel deshalb misstrauisch in der Küche links liegen zu lassen. Mit der Knolle ist schließlich so viel mehr anzustellen.

Aufbewahrung von Fenchel

Wer frischen Fenchel kauft, sollte darauf achten, dass er eine feste Knolle und kräftiges Grün hat. Er sollte leuchtend weiß bis hellgrün sein und leicht nach Anis duften. In einer dunkeln Papiertüte kann Fenchel zwei bis drei Tage im Vorratsschrank aufbewahrt werden ohne wesentlich Aroma oder Frische zu verlieren. Ansonsten sollte frischer Fenchel einfach in ein angefeuchtetes Küchentuch eingewickelt und im Gemüsefach des Kühlschranks gelegt werden – so hält er bis zu zwei Wochen. Im Tiefkühlfach kann er sogar bis zu acht Monate aufbewahrt werden.

Zubereitung von Fenchel

Zunächst sollte Fenchel immer gründlich gewaschen werden, da sich zwischen den einzelnen Blättern häufig Sand befindet. Das untere Ende abschneiden und Stiele und Blattgrün entfernen. Der Strunk kann dabei mitgegessen werden, braucht allerdings etwas länger, bis er gar ist. Auch das Fenchelgrün ist genießbar: Klein gehackt die Mahlzeit garniert, verleiht es jedem Gericht einen köstlichen Fenchelgeschmack. Den restlichen Fenchel in Stückchen oder Scheiben schneiden – diese sollten allerdings nicht zu dick sein, da der Geschmack sehr intensiv ist. Im Durchschnitt beträgt die Kochzeit einer Fenchelscheibe etwa 12 Minuten. Der Geschmack wird durch das Kochen etwas milder.

Köstliche Fenchelgerichte

Zunächst unterscheidet man zwischen Gewürz- und Gemüsefenchel. Gewürzfenchel enthält sehr aromatische Samen, sie werden neben der Zubereitung von Tee vor allem zum Würzen von zum Beispiel eingekochtem Gemüse oder deftigem Brotteig verwendet.

Beim Gemüsefenchel wiederum werden eher die Blätter und die Knolle wie Gemüse verarbeitet. Wegen seinem interessanten, süßlichen Anisaroma lassen sich vor allem frischer Fisch und Fleisch, Pasta, cremige Suppen oder Salate und Aufläufe mit Fenchel veredeln. Erfahrene Köche schwören auf die gedünstete oder geschmorte Variante, die wunderbar als Beilage funktioniert: Mit etwas Safran oder Weißwein verfeinert, ergänzt Fenchel traditionsgemäß vor allem gegrillten Seebarsch oder Meeresfrüchte.

Einsteiger können Fenchel zunächst mit anderem Mittelmeergemüse wie saftigen Tomaten, Paprika oder Oliven kombinieren – das schmeckt selbst Fenchel-Skeptikern! Und ehe man sich versieht, landet das Gemüse immer häufiger im Einkaufskorb. Nicht nur bei Bauchschmerzen ...

TEMMAS TIPP
Schon mal Fenchel mit Käse probiert? Einfach roh mit altem Gouda oder einem Stück Parmesan knabbern – wirklich lecker!